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26. Februar 2025, 10:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Perimenopause, die Übergangsphase zur Menopause, wird oft als eine Zeit beschrieben, die Frauen erst in ihren späten 40ern betrifft. Doch neue Forschungen zeigen, dass viele Frauen bereits in ihren frühen 30ern erste Symptome bemerken – oft, ohne sich dessen bewusst zu sein. STYLEBOOK fasst die neuen Erkenntnisse für Sie zusammen.
Laut einer aktuellen Studie von Flo Health und der University of Virginia leiden mehr als die Hälfte der Frauen zwischen 30 und 35 Jahren an mittelschweren bis starken perimenopausalen Beschwerden. Doch nur wenige suchen in diesem Alter medizinische Hilfe. Dies deutet darauf hin, dass Perimenopause noch immer zu wenig erforscht und in der Gesundheitsversorgung nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Übersicht
Von Stimmungsschwankungen bis Hitzewallungen: Die Bandbreite der Symptome der Perimenopause
Die Symptome der Perimenopause treten nicht alle gleichzeitig auf, sondern folgen meist einem bestimmten Verlauf. Psychische Beschwerden wie Angstzustände und depressive Verstimmungen setzen oft früher ein und erreichen ihren Höhepunkt zwischen 41 und 45 Jahren. Körperliche Symptome wie Hitzewallungen, vaginale Trockenheit oder Blasenprobleme treten dagegen größtenteils erst zwischen 51 und 55 Jahren verstärkt auf.
Besonders diese Symptome stehen in enger Verbindung mit der Perimenopause:
- Unregelmäßige oder ausbleibende Menstruationszyklen
- Hitzewallungen
- Vaginale Trockenheit
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Herzrasen
- Häufiger Harndrang
Interessanterweise berichteten in der Studie 55,4 Prozent der 30- bis 35-jährigen Frauen über mittelschwere bis schwere Beschwerden – ein deutliches Zeichen dafür, dass diese Phase viel früher beginnen kann als oft angenommen.
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Warum viele Frauen nicht zum Arzt gehen
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist, dass jüngere Frauen deutlich seltener medizinischen Rat suchen. Während über die Hälfte der Frauen über 56 Jahren wegen ihrer Symptome ärztlichen Beistand in Anspruch nimmt, sind es bei den 30- bis 35-Jährigen nur 4,3 Prozent. Dabei wurde bei jenen, die doch eine Ärztin oder einen Arzt konsultierten, in mehr als einem Viertel der Fälle bereits eine Perimenopause diagnostiziert.
Oftmals fehlt es an Wissen über diese hormonelle Übergangsphase. Viele Frauen bringen Beschwerden wie Schlafstörungen, Reizbarkeit oder Zyklusunregelmäßigkeiten nicht mit der Perimenopause in Verbindung – und bleiben dadurch unbehandelt.
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Mehr Aufmerksamkeit für frühe Perimenopause gefordert
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, wie wichtig es ist, die Perimenopause nicht nur als ein Thema für Frauen in den späten 40ern oder 50ern zu betrachten. Ärztinnen und Ärzte sollten auch jüngere Frauen ernst nehmen, wenn sie Symptome schildern, die mit dieser Phase in Verbindung stehen könnten.
Für Frauen selbst bedeutet dies: Wer Veränderungen an sich bemerkt – sei es auf körperlicher oder emotionaler Ebene – sollte nicht zögern, eine medizinische Fachperson aufzusuchen. Denn je früher Beschwerden erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln und lindern.