13. Oktober 2017, 16:16 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Das niederländische Mode-Label Suistudio provoziert in seiner neuen Kampagne mit einem völlig nackten Mann. Ist den Machern ein Scoop gelungen? Oder handelt es sich nur um einen umgedrehten Fall von Sexismus in der Werbung?
Halbnackte Frauen als sexy Accessoires in der Werbung zu zeigen, ist leider nichts Neues. Das niederländische Mode-Unternehmen Suistudio drehte jetzt den Spieß allerdings um: In seiner aktuellen Herbst-Kampagne „Not dressing men“ wirbt der Hersteller für Damenanzüge, zeigt angezogene Frauen mit komplett nackten Männer als schmuckes Beiwerk – und sorgt damit für hitzige Diskussionen im Netz.
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Warum sind die Männer in der Kampagne nackt?
Mit der neuen Kampagne will Suistudio jetzt auch Frauen in die Stores locken, Suistudio ist nämlich eine Untermarke des erfolgreichen Herrenausstatters Suitsupply. Passend dazu wollte man auch die Werbung anders gestalten: Stark wirkende Frauen in Hosenanzügen, die sich mit einem vermeintlichen Toyboy in ihrem schicken Zuhause den Tag vertreiben. Auf die Nachfrage des Tagesspiegel, warum man mit einem nackten Mann werbe, antwortet Vizepräsidentin Kristina Barricelli: „Die Suitstudio-Kundin ist interessant und hat die Freiheit, das zu tun, was sie will, wie zum Beispiel einen erotischen Abend zu genießen oder sich bei einem Serienmarathon auf dem Sofa zu entspannen. Das ist einzig und allein ihre Entscheidung.“
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Ist die Werbung gelungen oder auch einfach nur sexistisch?
Eigentlich logisch, dass auch eine solche Kampagne der Debatte rund um Sexismus in der Werbung neues Feuer gibt. Während einige die Werbebilder in den sozialen Netzwerken für den gelungenen Rollentausch von Frau und Mann feiern, empören sich andere über den Fakt, dass es grundsätzlich nicht darum gehen sollte, ein Geschlecht zu objektifizieren.
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