6. Januar 2023, 12:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die Stars tragen sie rauf und runter, die Online-Shops sind voll davon, und dennoch will man diese Schuhe irgendwie nicht an seine Füße lassen – die Rede ist von transparenten PVC-Tretern. Der Grund ist so einfach wie logisch: Nach nur wenigen Minuten sind die Schuhe quasi nicht mehr (er)tragbar.
Ein bisschen 90er-Charme, irgendwie futuristisch-gewagt und in meinen Augen vor allem extrem cool: Mit durchsichtigen Schuhen flirte ich schon seit einer ganzen Weile. Immer wieder nehme ich sie im Schuhladen in die Hand oder lege sie online in meinen Warenkorb – den letzten Kaufschritt habe ich aber (bislang) noch nicht gewagt. Denn obwohl ich glaube, dass ich mit den transparenten Booties locker so cool wie Kim Kardashian aussehen würde, schreckt mich vor allem eine eklige Tatsache ganz besonders ab.
Durchsichtige Schuhe – die Füße rufen Hilfe
Was passiert, wenn man freiheitsliebende Füße in eine Tüte – ups, ich meine natürlich durchsichtige Schuhe – steckt? Genau, sie wehren sich dagegen. Nach wenigen Minuten fangen sie an, zu transpirieren, die Schweißdrüsen laufen heiß. Die Konsequenz: Die (durchsichtigen!) Schuhe beschlagen von innen, es bildet sich Kondenswasser. Dabei sorgt das unfreiwillige Dampfbad dafür, dass die Füße unangenehm anschwellen.
Ungepflegte Füße in durchsichtigen Schuhen?
Mal abgesehen davon, dass die Füße in der Kunststoffsauna bitter leiden, birgt der Trendschuh noch weitere Nachteile. Die angestaute Feuchtigkeit lässt den Fuß rutschen, Zehen scheuern, binnen kürzester Zeit bilden sich schmerzhafte (und vor allem sichtbare) Blasen. Darüber hinaus, ist das selbst kreierte Fuß-Terrarium die ideale Brutstätte für Bakterien und Pilze. Und last but not least: In durchsichtigen Schuhen sollten die Füße immer top-pedikürt sein, Hornhaut an den Fersen und abgeblätterter Nagellack sind im wahrsten Sinne des Wortes ein absolutes No-Go.
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Ich sehe was, was du nicht siehst …
In der Mode verfolgt Transparenz immer das Ziel, etwas zur Schau zu stellen, das in der Regel nicht sichtbar ist. Mit dem Verbotenen zu kokettieren, macht Spaß. Und das ist es vermutlich auch, was diese Art von Schuhen für mich persönlich so reizvoll macht: Wer sich dafür entscheidet, der zieht ganz sicher viele Blicke auf sich. Doch tatsächlich nützt mir alle Aufmerksamkeit nichts, wenn der Look schlichtweg abstoßend wirkt. Selbst die makellosesten Füße zeigen in den Plastik-Boots binnen kürzester Zeit ihr wahres Gesicht – und das ist einfach nicht erstrebenswert. Aber geht das nicht auch anders?
Socken heißt für mich das Zauberwort! Glitzer-Socken, Ringelsocken, Designersocken – transparente Boots setzen die sonst versteckte Fußbekleidung grandios in Szene. Von Weitem scheint es sogar fast so, als sei man ohne Schuhe unterwegs. Ein echter Eyecatcher. Vielleicht überlege ich es mir also doch nochmal mit den Plastikschuhen im Warenkorb.