2. August 2023, 18:06 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Eine erfrischende Dusche am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen! Oder ist es doch eher das Abbrausen am Abend, das den Körper von der Last des Tages befreit? Wenn Sie sich auch schon einmal gefragt haben, wann wohl die beste Zeit zum Duschen ist, sind Sie hier genau richtig. STYLEBOOK hat beim Dermatologen nachgefragt und verrät Ihnen, wann es sich für Ihr Wohlbefinden und den Körper am besten eignet, unter die Dusche zu hüpfen.
Das unter die Dusche springen ist für die einen eine erholsame Beschäftigung, für andere nur Mittel zum Zweck, um hygienisch zu sein und gut zu riechen. Wieder andere bevorzugen ein Bad in der Wanne. So oder so: Jeder von uns befolgt einen bestimmten Rhythmus, der sich unbewusst in unsere wöchentliche Routine eingeschlichen hat. Wir brausen uns, in den meisten Fällen, entweder abends oder morgens ab, weil uns einfach danach ist. Doch wann ist eigentlich die beste Zeit zum Duschen? Gibt es überhaupt einen falschen Zeitpunkt? STYLEBOOK weiß mehr.
Übersicht
Kann man zur falschen Zeit duschen?
Jein! „In der Regel gibt es keine spezifische Zeit, zu der man auf keinen Fall duschen sollte“, so der Dermatologe Dr. Afschin Fatemi. Allerdings kommt es bei der besten Zeit zum Duschen ganz darauf an, was Ihre Pläne für danach sind und wie Ihr Körper funktioniert. „Die perfekte Zeit zum Duschen ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten.“ Ihr Empfinden, die Haut, die Muskeln und Ihr Kreislauf reagieren je nach Zeitpunkt unterschiedlich.
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Dann ist morgens duschen am besten
Sie schwitzen regelmäßig, weil Sie sich in der Nacht im Bett hin und her wälzen, sich auf und zudecken, weil Ihnen einfach viel zu warm ist? Sie kommen in der Früh nicht aus dem Bett, würden am liebsten noch zwei Stunden weiterschlafen? Wenn das bei Ihnen der Fall ist, ist die beste Zeit zum Duschen der Morgen. Dr. Aschin Fatemi rät: „Menschen mit fettiger Haut oder solche, die nachts stark schwitzen, könnten von einer morgendlichen Dusche profitieren. Die Dusche am Morgen kann dabei helfen, überschüssigen Talg und Schweiß zu entfernen und die Poren zu reinigen, was zu einem frischen Start in den Tag führt. Zudem mögen manche Menschen das Gefühl von Frische am Morgen, um wach und aktiv zu werden.“ Denn die morgendliche Dusche bringt den Kreislauf in Schwung. Dafür ist eine Wechseldusche aus heißem und kaltem Wasser am sinnvollsten. Durch die verschiedenen Reize verengen und weiten sich unsere Blutgefäße. Wir werden mit einem erfrischtem und durchwärmten Gefühl belohnt.
Dann sollten Sie lieber abends duschen
Wer sich für eine Dusche am Abend entscheidet, sollte auf einige Dinge ganz besonders achten. Wie oben erwähnt, regt das Abbrausen die Durchblutung und den Kreislauf an und macht wach. Erst recht, wenn Sie gern kühl duschen. Wenn Sie jedoch gern lange unter heißem Wasser stehen, ist der Abend die beste Zeit zum Duschen. „Menschen, die den ganzen Tag über stark schwitzen oder Sport treiben, sollten eher am Abend duschen gehen. Das hilft nicht nur dabei, Schmutz und Schweiß zu entfernen, sondern auch dabei, eine bessere Nachtruhe zu haben“, so der Dermatologe. Außerdem erwähnt er, dass das warme Wasser entspannend wirken kann und den Körper auf das Schlafen vorbereiten. Die Blutgefäße werden durch die hohen Temperaturen geweitet, der Blutdruck sinkt und die Muskeln entspannen. Die Dusche verhilft Ihnen dazu, schneller müde zu werden.
Körperpflege am Abend
Wer Beine, Achseln oder Intimbereich von Härchen und Stoppeln befreien möchte, tut das im Idealfall unter der Brause am Abend. Die Nässe tragt dazu bei, dass die Haut über ausreichend Feuchtigkeit verfügt und nachträglich keine schmerzhaften Rasierpickel auftreten. Über Nacht haben die beanspruchten Hautstellen die Zeit, sich zu beruhigen. Von Vorteil kann das Duschen am Abend auch sein, wenn Sie zu trockener Haut tendieren. Die Lotionen, Seren und Öle haben ausreichend Zeit, um einzuziehen und die körpereigene Schutzschicht kann sich regenerieren.
Darauf sollten Sie achten
Es gibt aber auch Gründe, warum das Duschen am Abend nicht immer die beste Wahl ist. Wer sich danach direkt ins Bett kuscheln möchte, tut seinen frisch gewaschenen Haaren keinen Gefallen, da diese im feuchten Zustand schneller brechen können. Außerdem ist das Infektionsrisiko höher. Bakterien lieben eine feuchte und warme Umgebung, in der sie schneller wachsen und gedeihen können. Und was bietet sich dafür besser an, als die nassen Haare nach der Dusche am Abend? Föhnen Sie Ihre Haare also stets trocken, bevor Sie zu Bett gehen.
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So duscht man richtig
Eine Anleitung, wie man richtig duscht, gibt es nicht. Ihrer Haut zuliebe sollten Sie darauf achten, nicht täglich, geschweige denn zweimal am Tag, unter die Dusche zu springen. Auf lange Sicht trocknet das die Haut aus. „Dies kann zu Hautreizungen, Juckreiz und Ekzemen
führen. Eine zu häufige Reinigung kann auch die natürlichen Öle der Haut entfernen, die sie vor Austrocknung und Infektionen schützen“, erwähnt Dr. Fatemi gegenüber STYLEBOOK. Auf Waschlappen und Schwämme können Sie auch verzichten. Diese sind zwar für eine gründlichere Reinigung gedacht, dienen aber ebenfalls als Brutstätte für Bakterien und Keime, wenn sie nicht regelmäßig heiß gewaschen werden.