9. Juni 2024, 16:14 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Beim UV-Schutz spielen auch das Wann und Wie eine Rolle. Eine falsche Anwendung kann schmerzhaften Sonnenbrand nach sich ziehen, der schlimmstenfalls Langzeitfolgen hat. STYLEBOOK verrät die häufigsten Fehler beim Auftragen von Sonnencreme.
Übersicht
Zu wenig Sonnencreme auftragen
Zu den häufigsten Fehlern beim Sonnenschutz zählt die Menge, die meist viel zu gering ausfällt. Pro Eincremen von oben bis unten sollten Sie 30 bis 35 Milliliter benutzen. Helfen Sie sich mit der Drei-Finger-Regel: Zeige-, Mittel- und Ringfinger rausstrecken und auf alle Finger jeweils einen Streifen Creme auftragen. Diese Menge jeweils für Kopf und Hals, Brust und Bauch etc. verwenden.
Nicht gründlich ein- und verreiben
Klar, wenn die Sonne knallt, hilft oftmals nur der schnelle Sprung ins kühle Nass. Doch vorab sollten Sie sich genügend Zeit nehmen, sich gründlich einzucremen, das Produkt ordentlich zu verreiben und zumindest kurzzeitig einwirken zu lassen.
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Sonnenschutz-Fehler – zu spät eincremen
Die Haut brennt bereits ein wenig und ist rot? Dann sind sie vermutlich zu spät dran! Zumindest ein leichter Sonnenbrand hat sich entwickelt. Spätestens jetzt (aber besser natürlich davor) sollten Sie sich dringend eincrmeen!
Nicht nachcremen
Wie oft und in welchen Abständen Sie nachcremen sollten, erklären die Angaben zum Lichtschutzfaktor (LSF) auf der Sonnencreme-Flasche. Haben Sie LSF zehn verwendet, verzehnfacht sich die Zeit, die Sie pro Tag in der Sonne bleiben können: Für Hauttyp eins (sehr hell, Eigenschutz 10 Minuten) bedeutet das etwa 100 Minuten, sind Sie Typ drei – wie die meisten Mitteleuropäer – 200 Minuten, und so weiter. Bedenken Sie aber immer, dass Faktoren wie Schwitzen, Schwimmen oder Abrieb den UV-Schutz verringern können, also lieber einmal zu oft eincremen! Und: Bloß weil Sie zweimal auftragen, verdoppelt sich die Sonnenzeit NICHT.
Das falsche Produkt nehmen
Make-up mit LSF ersetzt beim exzessiven Sonnenbaden nicht die Sonnencreme. Make-up- und Tagespflege-Produkte mit eingebautem Sonnenschutz sind OK für den Alltag – bei intensiver Sonneneinstrahlung im Hochsommer, am Strand oder beim Wandern in den Bergen reichen diese nicht. Laut Experten müsste man die siebenfache Menge dessen, was Sie normal an Make-up auftragen, verwenden, um den ganzen LSF des Produkts zu erhalten.
Keine Sonnencreme im Winter
Man kann es nicht oft genug sagen! Auch im Winter sollten Sie immer Sonnenschutz auftragen, denn trotz niedriger Temperaturen, hat die Sonne genug Strahlkraft und die Hautbarriere zu durchdringen. Folglich ist ein ausreichender Schutz an sonnigen Tagen, besonders bei längeren Spaziergängen und zur Mittagszeit wichtig.
Dermatologin erklärt Die wichtigsten Regeln beim Sonnenschutz
STYLEBOOK-Umfrage Wie oft benutzen Sie Sonnencreme?
Bei Experte nachgefragt Schützt getönte Sonnencreme das Gesicht so gut wie normale?
Sonnenschutz-Fehler: Wichtige Körperstellen vergessen
Manche Körperteile werden vergessen, der Fußrücken etwa oder die unscheinbaren Partien auf und hinter den Ohren. Auch die Rückenmitte, die zugegebenermaßen schwer zu erreichen ist, vernachlässigen viele Sonnenanbeter. Unsere dringende Empfehlung: Lassen Sie diese Stelle großflächig und gründlich (!) durch Ihre Begleitung einreiben, andernfalls droht ein schmerzhafter Sonnenbrand. Besonders bei den neuen Sonnencreme-Sprays reicht einfaches Aufsprühen nicht, Nachreiben ist Pflicht.