5. Juni 2018, 12:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Sie hat knapp über 300.000 Follower bei Instagram – vergleichsweise wenig, guckt man sich Kolleginnen wie Kaia Gerber (3,4 Millionen Follower) oder Gigi Hadid (über 40 Millionen) an. Dennoch: Anna Ewers gehört längst zur Riege der erfolgreichsten Models, aktuell lief sie wieder für Designer Alexander Wang über den Catwalk. STYLEBOOK hat fünf Fakten über die 25-jährige Freiburgerin, die ganz unaufgeregt und ohne Casting-Show ganz oben angekommen ist.
Ultrakurzer Lederrock in Gürtel-Optik, durchsichtiger BH, schwarzer XXL-Blazer – der Stil des US-amerikanischen Designers mit taiwanesischen Wurzeln ist extravagant und lässig zugleich. Wang selbst gab seinen Kreationen einmal das Label: „Model off duty“, was auf deutsch soviel wie „Model außer Dienst“ bedeutet. Seine Vision: den Glamour der Laufsteg-Kreationen auf die Straße zu bringen. Zu Ewers, die er seit Jahren fördert und die er mittlerweile zu seinen Freunden zählt, passt dieser Stil privat allerdings eher nicht: Sie fühle sich in Hosen und Pullis ihres Freundes am wohlsten, verriet sie der „Glamour“. Und das ist nicht der einzige Punkt, in dem sich die Blondine mit den markanten Gesichtszügen von anderen Models unterscheidet.
1. Von Freiburg im Breisgau in die Welt
„In Freiburg war ich nichts Besonderes, da gab es überall blonde Mädchen“, erzählte sie dem „Zeit-Magazin“ im vergangenen Jahr. Erst bei einem Austauschjahr in Kolumbien habe man ihr Modelpotenzial entdeckt. Zurück in Deutschland machte Ewers erst ihr Abitur, bevor sie sich bei einer Agentur anmeldete. Das war 2012. Nur ein Jahr später wurde sie von Star-Fotografin Ellen von Unwerth für die italienische „Vogue“-Ausgabe abgelichtet und fand in Alexander Wang einen exklusiven Fan. Der Designer buchte sie fortan für seine Shows – bis heute. Ewers Walk in seiner New Yorker Show dieses Jahr – schon fast Routine für die 1,75 Meter große Beauty aus Baden-Württemberg. Heute lebt sie mir ihrem Freund im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Fotos oder nähere Infos über ihr Leben jenseits der Laufstege sind rar, nur selten bekommen Fans einen privaten Einblick via Instagram:
2. Nur die besten Jobs
Titel bei den wichtigsten Modemagazinen, darunter die chinesische, französische und italienische „Vogue“, zählen zu Ewers‘ Repertoire, ebenso wie das „CR Fashion Book“, „i-D“ oder das bekannte „W Magazine“. Gleiches gilt für Laufsteg-Jobs: Balenciaga, Chanel, Dolce & Gabbana – allein in ihrem ersten Jahr als Model lief sie satte 42 Shows bei den Fashion Weeks in Paris und New York. Das brachte ihr vor drei Jahren unter anderem den Titel „Model of the Year 2015“ ein, der vom Branchenportal Models.com und einer Fachjury aus renommierten Modejournalisten, Stylisten und Fotografen vergeben wird.
3. Top-Werbe-Deals
Die Freiburgerin kann sich die besten Aufträge rauspicken und warb schon für Mode-Giganten wie H&M und Chanel. Aktuell ist sie das Gesicht von Isabel Marant.
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4. Ikonen-Vergleich mit Bardot und Schiffer
Als „Miss Juni“ im Pirelli-Kalender 2015 verzauberte Ewers im Look der jungen Brigitte Bardot. Schon Claudia Schiffer wurde in ihren 20er-Jahren mit der Bardot verglichen und gilt laut „Vogue“ bis heute als deren ähnlichste Doppelgängerin. Übrigens: Den Bardot-Look verpasste Claudia Schiffer damals Ellen von Unwerth. Die Kampagnenfotos für die Jeansmarke Guess waren damals Schiffers Durchbruch, so wie das Unwerth-Cover von Ewers für „Vogue.“ Wenig verwunderlich also, dass Ewers immer wieder mit beiden verglichen wird.
5. Supermodel-Prognose
Anna Ewers hat mit 25 eigentlich schon alles erreicht, was sich ein Model wünschen kann – ohne Skandale und ohne ein aufdringliches Social-Media-Programm. Die schöne Blonde bleibt irgendwie geheimnisvoll – eine Tatsache, die sie besonders macht in transparenten Influencer-Zeiten. Ob wir sie eines Tages als Schauspielerin sehen werden? Nicht ausgeschlossen, wie ihr Agent Enzio Maggiore gegenüber dem „Zeit-Magazin“ verriet. Immerhin ein Schritt, den schon Ewers Kollegin Cara Delevingne gewagt hat.